Deutsche Tracks
Auf Spotify hörenGeschichte
„Ich vermisse die Farbe“ handelt von der Sehnsucht nach Menschen, die sich einfach trauen, ein bisschen anders zu sein. Nicht weil früher alles besser war, sondern weil Individualität einmal weniger Erklärung brauchte. Ein Punk, ein Rocker oder ein schräger Vogel musste kein Statement abgeben: Er war einfach da.
Mit Humor nimmt der Song eine Welt aufs Korn, in der Vielfalt manchmal so sorgfältig erklärt und organisiert wird, dass sie dadurch erst kompliziert wird. Gleichzeitig bestimmen Algorithmen immer mehr, was angeblich zu uns passt und was wir sehen sollen.
Bis plötzlich jemand vorbeiläuft, der nichts beweisen will. Er ist einfach er selbst, in seinem eigenen Rhythmus. Und auf einmal ist wieder Farbe da.
Mit Humor nimmt der Song eine Welt aufs Korn, in der Vielfalt manchmal so sorgfältig erklärt und organisiert wird, dass sie dadurch erst kompliziert wird. Gleichzeitig bestimmen Algorithmen immer mehr, was angeblich zu uns passt und was wir sehen sollen.
Bis plötzlich jemand vorbeiläuft, der nichts beweisen will. Er ist einfach er selbst, in seinem eigenen Rhythmus. Und auf einmal ist wieder Farbe da.
Songtext
ICH VERMISSE DIE FARBE
Ich lauf durch die Straßen,
die Gesichter geschniegelt,
die Jacken geschniegelt,
die Meinungen gebügelt.
Bloß nicht auffallen,
bloß nicht anecken,
lieber schön mitschwimmen,
statt irgendwo anzuecken.
Sei anders, sei besonders,
sei einzigartig und frei –
doch bitte innerhalb der Norm,
dann sind wir alle dabei.
Ich kann das kaum noch hören,
dieses weichgespülte Gerede:
„Wir finden euch wirklich toll!“
Und alle tragen dieselbe Klamotte.
Doch dann lief er da,
mitten durch den grauen Tag.
Und ich dachte: Na wunderbar –
einer, der noch anders mag.
Lange Haare, weite Hose,
irgendwas mit Indien,
Kopfhörer auf den Ohren,
und ein Grinsen im Gesicht.
Er war beschäftigt mit sich selber,
wie die meisten nebenan,
doch er war nicht weggetaucht,
er war einfach irgendwann da.
Nicht abgeschottet, nicht entrückt,
nicht auf Abstand, nicht verrückt –
nur ganz bei sich, ganz locker,
als wär das Leben sein Taktstock.
Ich vermisse die Farbe,
nicht die große Revolution.
Nur ein bisschen Eigenart
statt Daueruniform.
Ich vermisse die Farbe,
ein bisschen schräg, ein bisschen laut.
Ein bisschen „Scheiß drauf“,
ich bin halt so gebaut.
Ich vermiss die Irokesen,
die Punks an der Ecke,
die Rocker mit den Lederjacken,
die langen Haare im Nacken.
Die Typen mit dem Blick,
bei denen man sofort verstand:
Der hat sie einfach anders aufgereiht
und genau das war charmant.
Jeder hatte seine Ecke,
seine Musik, sein Revier,
und genau dadurch war die Straße
ein verdammt bunter Zirkus hier.
Vielleicht vermiss ich sogar
die alten Schubladen ein Stück,
denn jeder passte irgendwo hin
und fiel trotzdem aus dem Bild zurück.
Heute heißt es: Vielfalt!
Mit Broschüre und Konzept.
Mit sauberem Layout,
damit auch ja nichts aneckt.
Ein bisschen anders, bitte.
Aber nicht zu sehr.
Schön individuell im Rahmen
und am besten kreuz und quer.
Ich vermisse die Farbe,
nicht die große Revolution.
Nicht jeder muss besonders sein,
doch einer darf es schon.
Dann kommt unser Geheimagent,
der sitzt längst im Telefon.
Ich sag einmal irgendeinen Blödsinn
drei Tage später weiß er's schon.
„Unser chinesischer Geheimagent“,
sagen wir und lachen laut.
Der weiß bestimmt schon längst,
was mir morgen besser passt.
Algorithmen hier, Algorithmen da,
sie wissen angeblich, wer ich bin.
Ich such nach einem krummen Thema
und schon steck ich mitten drin.
Was soll's, denk ich, passt schon.
Und trotzdem wird mir bang:
Wenn alles passt und alles weiß,
wer denkt dann noch selbst irgendwann?
Und da läuft er wieder,
mit dem Rhythmus im Schuh.
Fast swingend übern Gehweg,
und ich schau ihm einfach zu.
Vielleicht würd ich das nie tragen,
diese Hose, diesen Look.
Vielleicht hab ich selbst das Virus:
„Mach doch einfach wie die andern.“
„Fall nicht auf, halt dich bedeckt,
mach keinen Stress und keinen Dreck.“
Diese kleine graue Bakterie
sagt: „Sei normal, dann bist du safe.“
Doch ganz ehrlich – was soll's?
Ein bisschen irre tut doch gut.
Lieber einen kleinen Knall
als gar keinen eigenen Mut.
Ich vermisse die Farbe,
nicht die große Revolution.
Nicht jeder muss besonders sein,
doch einer darf es schon.
Ich vermisse die Farbe,
ein bisschen schräg, ein bisschen laut.
Ein bisschen „Scheiß drauf“,
ich bin halt so gebaut.
Ich lauf durch die Straßen,
die Gesichter geschniegelt,
die Jacken geschniegelt,
die Meinungen gebügelt.
Bloß nicht auffallen,
bloß nicht anecken,
lieber schön mitschwimmen,
statt irgendwo anzuecken.
Sei anders, sei besonders,
sei einzigartig und frei –
doch bitte innerhalb der Norm,
dann sind wir alle dabei.
Ich kann das kaum noch hören,
dieses weichgespülte Gerede:
„Wir finden euch wirklich toll!“
Und alle tragen dieselbe Klamotte.
Doch dann lief er da,
mitten durch den grauen Tag.
Und ich dachte: Na wunderbar –
einer, der noch anders mag.
Lange Haare, weite Hose,
irgendwas mit Indien,
Kopfhörer auf den Ohren,
und ein Grinsen im Gesicht.
Er war beschäftigt mit sich selber,
wie die meisten nebenan,
doch er war nicht weggetaucht,
er war einfach irgendwann da.
Nicht abgeschottet, nicht entrückt,
nicht auf Abstand, nicht verrückt –
nur ganz bei sich, ganz locker,
als wär das Leben sein Taktstock.
Ich vermisse die Farbe,
nicht die große Revolution.
Nur ein bisschen Eigenart
statt Daueruniform.
Ich vermisse die Farbe,
ein bisschen schräg, ein bisschen laut.
Ein bisschen „Scheiß drauf“,
ich bin halt so gebaut.
Ich vermiss die Irokesen,
die Punks an der Ecke,
die Rocker mit den Lederjacken,
die langen Haare im Nacken.
Die Typen mit dem Blick,
bei denen man sofort verstand:
Der hat sie einfach anders aufgereiht
und genau das war charmant.
Jeder hatte seine Ecke,
seine Musik, sein Revier,
und genau dadurch war die Straße
ein verdammt bunter Zirkus hier.
Vielleicht vermiss ich sogar
die alten Schubladen ein Stück,
denn jeder passte irgendwo hin
und fiel trotzdem aus dem Bild zurück.
Heute heißt es: Vielfalt!
Mit Broschüre und Konzept.
Mit sauberem Layout,
damit auch ja nichts aneckt.
Ein bisschen anders, bitte.
Aber nicht zu sehr.
Schön individuell im Rahmen
und am besten kreuz und quer.
Ich vermisse die Farbe,
nicht die große Revolution.
Nicht jeder muss besonders sein,
doch einer darf es schon.
Dann kommt unser Geheimagent,
der sitzt längst im Telefon.
Ich sag einmal irgendeinen Blödsinn
drei Tage später weiß er's schon.
„Unser chinesischer Geheimagent“,
sagen wir und lachen laut.
Der weiß bestimmt schon längst,
was mir morgen besser passt.
Algorithmen hier, Algorithmen da,
sie wissen angeblich, wer ich bin.
Ich such nach einem krummen Thema
und schon steck ich mitten drin.
Was soll's, denk ich, passt schon.
Und trotzdem wird mir bang:
Wenn alles passt und alles weiß,
wer denkt dann noch selbst irgendwann?
Und da läuft er wieder,
mit dem Rhythmus im Schuh.
Fast swingend übern Gehweg,
und ich schau ihm einfach zu.
Vielleicht würd ich das nie tragen,
diese Hose, diesen Look.
Vielleicht hab ich selbst das Virus:
„Mach doch einfach wie die andern.“
„Fall nicht auf, halt dich bedeckt,
mach keinen Stress und keinen Dreck.“
Diese kleine graue Bakterie
sagt: „Sei normal, dann bist du safe.“
Doch ganz ehrlich – was soll's?
Ein bisschen irre tut doch gut.
Lieber einen kleinen Knall
als gar keinen eigenen Mut.
Ich vermisse die Farbe,
nicht die große Revolution.
Nicht jeder muss besonders sein,
doch einer darf es schon.
Ich vermisse die Farbe,
ein bisschen schräg, ein bisschen laut.
Ein bisschen „Scheiß drauf“,
ich bin halt so gebaut.
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Geschichte
“Verlorene Schattenarbeit” greift Carl Jungs Vorstellung auf, dass die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schatten notwendig ist, um ein vollständigerer Mensch zu werden. Schattenarbeit bedeutet nicht, die dunklen Seiten in sich zu beseitigen, sondern das anzuerkennen, was man lieber nicht sehen möchte: Verletzlichkeit, Angst, Aggression, Scham, Wünsche und innere Widersprüche. Erst wenn diese verborgenen Seiten bewusst wahrgenommen werden, kann Integration und wirkliche Entwicklung entstehen.
In diesem Lied ist dieser Prozess gescheitert. Die Person hat ihre Dunkelheit nicht erforscht oder integriert, sondern ist in ihr geblieben und hält sie nun für Wahrheit, Authentizität und Freiheit. Darunter bewegt sich nichts. Sobald etwas sichtbar wird, wird es auf andere projiziert. Was zu persönlichem Wachstum hätte führen können, bleibt dadurch unberührt.
Der Baum ohne Schatten in der Bildsprache des Liedes steht für genau diesen Widerspruch: Ohne Schatten scheint nichts verborgen zu sein – und doch bleibt dadurch auch nichts zu entdecken. “Verlorene Schattenarbeit” stellt damit eine unbequeme Frage: Was geschieht, wenn jemand glaubt, sich selbst vollständig zu kennen, aber nie wirklich bereit war, sich selbst anzusehen?
In diesem Lied ist dieser Prozess gescheitert. Die Person hat ihre Dunkelheit nicht erforscht oder integriert, sondern ist in ihr geblieben und hält sie nun für Wahrheit, Authentizität und Freiheit. Darunter bewegt sich nichts. Sobald etwas sichtbar wird, wird es auf andere projiziert. Was zu persönlichem Wachstum hätte führen können, bleibt dadurch unberührt.
Der Baum ohne Schatten in der Bildsprache des Liedes steht für genau diesen Widerspruch: Ohne Schatten scheint nichts verborgen zu sein – und doch bleibt dadurch auch nichts zu entdecken. “Verlorene Schattenarbeit” stellt damit eine unbequeme Frage: Was geschieht, wenn jemand glaubt, sich selbst vollständig zu kennen, aber nie wirklich bereit war, sich selbst anzusehen?
Songtext
Du zeigst dich
Ohne Zögern
Nennst es echt
Nennst es dich
Du trägst dein Dunkel
Nach außen
Wie ein Gesicht
Du hast keinen Schatten
Du bist darin
Und nennst es Freiheit
Du bleibst stehen
Und nennst es Wahrheit
Doch nichts in dir
Bewegt sich
Du bist nicht gefallen
Du bist geblieben
Wo es nicht weh tut
Du bist nicht geworden
Du bist nur
So geblieben
Du zeigst auf andere
Wenn etwas sichtbar wird
Damit niemand sieht
wo du wirklich bist
Denn darunter
Liegt etwas
Das du nicht halten kannst
Du bist nicht gefallen
Du bist geblieben
Wo es nicht weh tut
Du bist nicht geworden
Du bist nur
So geblieben
Dort wartet etwas
Ohne Stimme
Ohne Schutz
Ohne dich
Du bist nicht gefallen
Du bist geblieben
Im selben Licht
Du bist nicht geworden
Du hast dich
Nur bewahrt
Und nennst es
Dich
Du
Dich
Ohne Zögern
Nennst es echt
Nennst es dich
Du trägst dein Dunkel
Nach außen
Wie ein Gesicht
Du hast keinen Schatten
Du bist darin
Und nennst es Freiheit
Du bleibst stehen
Und nennst es Wahrheit
Doch nichts in dir
Bewegt sich
Du bist nicht gefallen
Du bist geblieben
Wo es nicht weh tut
Du bist nicht geworden
Du bist nur
So geblieben
Du zeigst auf andere
Wenn etwas sichtbar wird
Damit niemand sieht
wo du wirklich bist
Denn darunter
Liegt etwas
Das du nicht halten kannst
Du bist nicht gefallen
Du bist geblieben
Wo es nicht weh tut
Du bist nicht geworden
Du bist nur
So geblieben
Dort wartet etwas
Ohne Stimme
Ohne Schutz
Ohne dich
Du bist nicht gefallen
Du bist geblieben
Im selben Licht
Du bist nicht geworden
Du hast dich
Nur bewahrt
Und nennst es
Dich
Du
Dich
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Geschichte
“Tiefschlag” handelt von einem Angriff, der nicht auf ein konkretes Verhalten zielt, sondern direkt auf den Charakter und das eigene Selbstbild. Ein Mann wird auf besonders schmerzhafte Weise als oberflächlich bezeichnet – ausgerechnet von einem Menschen, dem er vertraut hat und von dem er sich wirklich gesehen fühlte. Der Song beschreibt die Wut und Verwirrung, die ein solcher Angriff auslöst, aber auch den Moment, in dem klar wird: Nicht jedes Urteil muss zur eigenen Wahrheit werden.
Unter der Wut liegt Selbstreflexion. Er erkennt auch seine eigene Tendenz, zu viel zu geben, zu retten und zu viel Verantwortung für eine Beziehung zu übernehmen. Doch Verständnis für den anderen bedeutet nicht, sich selbst zerstören zu lassen. “Tiefschlag” ist deshalb kein Siegeslied. Es ist ein Lied darüber, stehen zu bleiben, eine Grenze zu ziehen und zu lernen, sich selbst zu schützen, ohne die eigene Tiefe, Empathie und Fähigkeit zur Reflexion zu verlieren.
Unter der Wut liegt Selbstreflexion. Er erkennt auch seine eigene Tendenz, zu viel zu geben, zu retten und zu viel Verantwortung für eine Beziehung zu übernehmen. Doch Verständnis für den anderen bedeutet nicht, sich selbst zerstören zu lassen. “Tiefschlag” ist deshalb kein Siegeslied. Es ist ein Lied darüber, stehen zu bleiben, eine Grenze zu ziehen und zu lernen, sich selbst zu schützen, ohne die eigene Tiefe, Empathie und Fähigkeit zur Reflexion zu verlieren.
Songtext
Sie nannte mich oberflächlich —
Bruder, das war Charaktermord.
Ein Tiefschlag, sauber gesetzt,
Fundament weg unter meinem Wort.
Hacke auf die Achillessehne,
kein Lärm, nur ein Knack.
Aber ich kam zurück mit Urkraft,
ich steh wieder da — und zwar wach.
Ich bin der, der tiefer geht,
der den Abgrund nicht scheut.
Ich steig hinab in mein Innerstes
und bleib, wenn alles sich scheut.
Nichts Menschliches fremd,
ich trag, ich fühl, ich reflektier.
Ich schluck Feedback wie Feuer —
doch das hier ging zu weit, zu dir.
Du nennst es ehrlich.
Ich nenn es gezielt.
Du triffst nicht die Sache —
du triffst mein Bild.
Tiefschlag.
Nicht Kritik, nicht Wahrheit, nicht fair.
Tiefschlag.
Unter die Gürtellinie — und genau deshalb so schwer.
Tiefschlag.
Du wusstest, wo es weh tut.
Tiefschlag.
Doch ich steh noch — hör gut zu.
Aus dem Mund von der,
der ich vertraut hab,
kam keine Klarheit —
nur Abwehr im Tarnanzug, knapp.
Sie lief vor sich selbst,
projizierte auf mich.
Vermeidung nennt man das —
doch der Stich traf mich.
Überkompensation — ja,
das kenn ich gut.
Wenn Nähe kippt,
geb ich zu viel, geb zu viel Blut.
Doch ich seh es jetzt klar,
ich durchschneid dieses Seil.
Kein Retten auf Kosten von mir —
ich geh. Das hier ist mein Teil.
Du nennst es Beziehung.
Ich nenn es Verzerrung.
Wenn Nähe nur bleibt
durch Angst und Entwertung.
Tiefschlag.
Nicht Liebe, nicht Nähe, nicht Halt.
Tiefschlag.
Wenn dein Urteil fällt, wird es kalt.
Tiefschlag.
Du zielst nicht hoch — du zielst tief.
Tiefschlag.
Doch nicht auf mein Wesen. Nie.
Ich bin kein Oberflächenmann,
ich bin Tiefe in Bewegung.
Herz, Feuer, Wachstum —
keine Pose, keine Vernebelung.
Ich war unten, wo Druck herrscht,
wo kaum jemand atmet.
Ich bring Perlen hoch,
während dein Blick nur die Oberfläche tastet.
Du sahst den Spiegel nicht,
nur dein eigenes Bild.
Doch ein Tiefschlag sagt mehr
über den, der ihn zielt.
Im Boxring meiner Seele
steh ich Unsicherheit gegenüber.
Ich fang Schläge ab,
doch ich bleib aufrecht — immer wieder.
Intrusive Bilder, alte Narben,
links, rechts, Kombination.
Ich unterscheide nicht —
ich stell mich jeder Konfrontation.
Tiefschlag.
Kein Argument, nur ein Schnitt.
Tiefschlag.
Zu präzise, um Zufall zu sein — ich seh dich jetzt mit.
Tiefschlag.
Du wolltest mich brechen.
Tiefschlag.
Doch ich lern, mich selbst zu schützen.
Ich brach nicht — ich bog.
Ich fiel nicht — ich trug.
Narben wie Schrift auf der Haut,
doch mein Kern blieb genug.
Tiefschlag.
Kein Sieg. Kein Recht.
Nur ein Beweis.
Und trotzdem steh ich noch.
Komm schon.
Ich geh das an.
Bruder, das war Charaktermord.
Ein Tiefschlag, sauber gesetzt,
Fundament weg unter meinem Wort.
Hacke auf die Achillessehne,
kein Lärm, nur ein Knack.
Aber ich kam zurück mit Urkraft,
ich steh wieder da — und zwar wach.
Ich bin der, der tiefer geht,
der den Abgrund nicht scheut.
Ich steig hinab in mein Innerstes
und bleib, wenn alles sich scheut.
Nichts Menschliches fremd,
ich trag, ich fühl, ich reflektier.
Ich schluck Feedback wie Feuer —
doch das hier ging zu weit, zu dir.
Du nennst es ehrlich.
Ich nenn es gezielt.
Du triffst nicht die Sache —
du triffst mein Bild.
Tiefschlag.
Nicht Kritik, nicht Wahrheit, nicht fair.
Tiefschlag.
Unter die Gürtellinie — und genau deshalb so schwer.
Tiefschlag.
Du wusstest, wo es weh tut.
Tiefschlag.
Doch ich steh noch — hör gut zu.
Aus dem Mund von der,
der ich vertraut hab,
kam keine Klarheit —
nur Abwehr im Tarnanzug, knapp.
Sie lief vor sich selbst,
projizierte auf mich.
Vermeidung nennt man das —
doch der Stich traf mich.
Überkompensation — ja,
das kenn ich gut.
Wenn Nähe kippt,
geb ich zu viel, geb zu viel Blut.
Doch ich seh es jetzt klar,
ich durchschneid dieses Seil.
Kein Retten auf Kosten von mir —
ich geh. Das hier ist mein Teil.
Du nennst es Beziehung.
Ich nenn es Verzerrung.
Wenn Nähe nur bleibt
durch Angst und Entwertung.
Tiefschlag.
Nicht Liebe, nicht Nähe, nicht Halt.
Tiefschlag.
Wenn dein Urteil fällt, wird es kalt.
Tiefschlag.
Du zielst nicht hoch — du zielst tief.
Tiefschlag.
Doch nicht auf mein Wesen. Nie.
Ich bin kein Oberflächenmann,
ich bin Tiefe in Bewegung.
Herz, Feuer, Wachstum —
keine Pose, keine Vernebelung.
Ich war unten, wo Druck herrscht,
wo kaum jemand atmet.
Ich bring Perlen hoch,
während dein Blick nur die Oberfläche tastet.
Du sahst den Spiegel nicht,
nur dein eigenes Bild.
Doch ein Tiefschlag sagt mehr
über den, der ihn zielt.
Im Boxring meiner Seele
steh ich Unsicherheit gegenüber.
Ich fang Schläge ab,
doch ich bleib aufrecht — immer wieder.
Intrusive Bilder, alte Narben,
links, rechts, Kombination.
Ich unterscheide nicht —
ich stell mich jeder Konfrontation.
Tiefschlag.
Kein Argument, nur ein Schnitt.
Tiefschlag.
Zu präzise, um Zufall zu sein — ich seh dich jetzt mit.
Tiefschlag.
Du wolltest mich brechen.
Tiefschlag.
Doch ich lern, mich selbst zu schützen.
Ich brach nicht — ich bog.
Ich fiel nicht — ich trug.
Narben wie Schrift auf der Haut,
doch mein Kern blieb genug.
Tiefschlag.
Kein Sieg. Kein Recht.
Nur ein Beweis.
Und trotzdem steh ich noch.
Komm schon.
Ich geh das an.
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Geschichte
Dieses Lied handelt von einem Menschen, der die Welt intensiver und schneller wahrnimmt als viele andere.
Es geht um die Sehnsucht, wirklich gesehen und verstanden zu werden, ohne sich dabei als seltsam oder „zu viel“ zu empfinden.
In alltäglichen Begegnungen spürt sie Gefühle und Schmerzen, die andere kaum wahrzunehmen scheinen.
Diese Sensibilität kann erschöpfend und einsam sein, ist aber zugleich eine besondere Form von Verbundenheit mit anderen Menschen.
Und trotz der Müdigkeit und der Sehnsucht nach Ruhe sucht sie weiter nach ihrem „Stamm“: nach Menschen, die die Welt auf ähnliche Weise fühlen.
Es geht um die Sehnsucht, wirklich gesehen und verstanden zu werden, ohne sich dabei als seltsam oder „zu viel“ zu empfinden.
In alltäglichen Begegnungen spürt sie Gefühle und Schmerzen, die andere kaum wahrzunehmen scheinen.
Diese Sensibilität kann erschöpfend und einsam sein, ist aber zugleich eine besondere Form von Verbundenheit mit anderen Menschen.
Und trotz der Müdigkeit und der Sehnsucht nach Ruhe sucht sie weiter nach ihrem „Stamm“: nach Menschen, die die Welt auf ähnliche Weise fühlen.
Songtext
Ich bin nicht besonders — bin aus Fleisch und Blut gemacht,
Ich denke viel zu viel, ja — das stimmt, das hab ich oft gedacht.
Doch meine Ohren hören, wie Menschen reden ohne Sinn,
Ohne Offenheit — und alles zieht sich still nach innen hin.
Ich fühle diese volle Welt — sie drückt so schwer auf mich,
Ich denke schneller als ich darf — und bremse widerwillig.
Es ist, als kroch ich durch Beton, durch nassen, schweren Sand,
Und ich hoff so sehr, dass man mich trotzdem irgendwann noch ganz versteht.
Ich bin nur ein Mensch — aus Fleisch und Blut,
Und ich weiß auch nicht immer, was man tun soll, was man tut.
Doch meine Gedanken fliegen weit hinaus, hinaus ins Licht,
Sie weben Träume, neue Wege — und Geschichten, die noch keiner bricht.
Ich bin nur ein Mensch — aus Fleisch und Blut,
Mit Herz und Zweifel und Mut.
Ich suche Augen in den Menschen, die mich fühlen so wie ich,
Und frage viel zu oft, ob ich vielleicht verrückt bin innerlich.
Doch ich hab ein Haus, einen Job — und Katzen, die bei mir sind,
Ein ganz normales Leben — und doch bleibt etwas still im Wind.
Der Metzger spricht von seinem Angebot — ganz nüchtern, jede Woche,
Doch plötzlich seh ich still den Schmerz — in jeder stillen, kleinen Flocke.
Ich weiß nicht, was ihn bricht — doch sein Herz schlägt laut in mir,
Und für einen Atemzug — bin ich still und bleib bei ihm hier.
Und die Frau am Bahnhof — verlor den Kaffee in der Hand,
Doch ihre Wut war mehr — ein Sturm, der ganz woanders stand.
Ich wollte sie umarmen, sagen: „Alles wird schon geh’n.“
Doch niemand wagt zu sprechen — und wir tun, als wär nichts zu seh’n.
Ich bin nur ein Mensch — aus Fleisch und Blut,
Und die Welt ist manchmal wahnsinnig — wenn es um Wahrheit geht und Mut.
Niemand sagt, was wirklich zählt — was uns im Innern trägt,
Und am Ende eines Tages
Bin ich müde — und beweg’ mich kaum noch weg.
Dann wünsch ich mir ein stilles Holz, ein Feuer tief im Wald,
Eine Schale Suppe, Wind in Zweigen — Sterne warm und kalt.
Nur Ruhe — nur der Atem — keine Pflicht, kein lauter Duft,
Nur die Stille meiner Seele
Und des Himmels tiefe Luft.
Doch jeden Morgen steh ich auf —
Weil ich Menschen sehe, deren Herz noch draußen schlägt,
Die ihr Lächeln in den Augen tragen
Und nicht zu Stein erstarrt vor mir vergeht.
Ich bin nur ein Mensch — aus Fleisch und Blut…
Und manchmal frag ich mich im Stillen, ganz gespannt:
Wo sind die Menschen
meines Stamms?
—
Sie gibt es,
irgendwo
im Land.
Ich denke viel zu viel, ja — das stimmt, das hab ich oft gedacht.
Doch meine Ohren hören, wie Menschen reden ohne Sinn,
Ohne Offenheit — und alles zieht sich still nach innen hin.
Ich fühle diese volle Welt — sie drückt so schwer auf mich,
Ich denke schneller als ich darf — und bremse widerwillig.
Es ist, als kroch ich durch Beton, durch nassen, schweren Sand,
Und ich hoff so sehr, dass man mich trotzdem irgendwann noch ganz versteht.
Ich bin nur ein Mensch — aus Fleisch und Blut,
Und ich weiß auch nicht immer, was man tun soll, was man tut.
Doch meine Gedanken fliegen weit hinaus, hinaus ins Licht,
Sie weben Träume, neue Wege — und Geschichten, die noch keiner bricht.
Ich bin nur ein Mensch — aus Fleisch und Blut,
Mit Herz und Zweifel und Mut.
Ich suche Augen in den Menschen, die mich fühlen so wie ich,
Und frage viel zu oft, ob ich vielleicht verrückt bin innerlich.
Doch ich hab ein Haus, einen Job — und Katzen, die bei mir sind,
Ein ganz normales Leben — und doch bleibt etwas still im Wind.
Der Metzger spricht von seinem Angebot — ganz nüchtern, jede Woche,
Doch plötzlich seh ich still den Schmerz — in jeder stillen, kleinen Flocke.
Ich weiß nicht, was ihn bricht — doch sein Herz schlägt laut in mir,
Und für einen Atemzug — bin ich still und bleib bei ihm hier.
Und die Frau am Bahnhof — verlor den Kaffee in der Hand,
Doch ihre Wut war mehr — ein Sturm, der ganz woanders stand.
Ich wollte sie umarmen, sagen: „Alles wird schon geh’n.“
Doch niemand wagt zu sprechen — und wir tun, als wär nichts zu seh’n.
Ich bin nur ein Mensch — aus Fleisch und Blut,
Und die Welt ist manchmal wahnsinnig — wenn es um Wahrheit geht und Mut.
Niemand sagt, was wirklich zählt — was uns im Innern trägt,
Und am Ende eines Tages
Bin ich müde — und beweg’ mich kaum noch weg.
Dann wünsch ich mir ein stilles Holz, ein Feuer tief im Wald,
Eine Schale Suppe, Wind in Zweigen — Sterne warm und kalt.
Nur Ruhe — nur der Atem — keine Pflicht, kein lauter Duft,
Nur die Stille meiner Seele
Und des Himmels tiefe Luft.
Doch jeden Morgen steh ich auf —
Weil ich Menschen sehe, deren Herz noch draußen schlägt,
Die ihr Lächeln in den Augen tragen
Und nicht zu Stein erstarrt vor mir vergeht.
Ich bin nur ein Mensch — aus Fleisch und Blut…
Und manchmal frag ich mich im Stillen, ganz gespannt:
Wo sind die Menschen
meines Stamms?
—
Sie gibt es,
irgendwo
im Land.
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Geschichte
Nie gedacht handelt davon, wieder an Nähe glauben zu können. Nach langer Zeit des Alleinseins, Wartens und Sich-Selbst-Schützens kann plötzlich jemand in dein Leben kommen, ohne etwas von dir zu verlangen. Kein Druck, keine Angst, kein Müssen – nur die unerwartete Erkenntnis, dass dein Herz noch immer wieder aufgehen kann.
Songtext
Sonnenlicht küsst mein Gesicht,
durch meine Wimpern seh ich den Raum.
Zwischen Zweigen tanzt das Licht,
wirft bewegte Schatten an die Wand.
Sommerglanz liegt still in mir,
nach den Stunden dieser Nacht.
Ich dreh mich noch nicht zu dir um
und weiß doch: du bist da.
Nie gedacht,
dass ich hier noch ankomme —
so tief, so weich,
mit einem Herz, das wieder glaubt.
Nie gedacht,
dass Nähe sich so richtig anfühlt.
Nie gedacht,
dass ein Blick so viel hält.
Nach all dem Warten, all dem Kreisen
bist du da —
und alles fällt an seinen Platz.
Ich strecke einen Fuß ins Warme,
hör deinen ruhigen Atem gehn.
Du drehst dich leise zu mir um,
als würdest du mich schon verstehn.
Kleider liegen auf dem Boden,
eine Hand auf meinem Rücken.
Was in mir längst erloschen war,
beginnt sich neu zu entzünden.
Nie gedacht,
nach all dem Stillsein in mir,
dass Vertrauen
wieder wachsen darf.
Nie gedacht,
dass Nähe sich so richtig anfühlt.
Nie gedacht,
dass Berührung nichts verlangt.
Ich war zufrieden mit dem Alleinsein —
und dann kommst du
und alles fängt neu an.
Ich hab gewartet, mich verborgen,
mein Licht zu lange weggesperrt.
Du sahst mich an, ganz ohne Eile,
hast mein Feuer still geweckt.
Wer hat dich mir geschickt?
Wer hat das so gemeint?
Vielleicht war es einfach Magie —
ich weiß es nicht.
Nie gedacht,
dass Nähe sich so richtig anfühlt.
Nie gedacht,
dass Liebe so ruhig sein kann.
Kein Lärm, kein Müssen, keine Angst —
nur du hier
und ein Morgen, der beginnt.
Sonnenlicht auf meiner Wand.
Ich öffne die Augen.
Du lächelst mich an.
Nie gedacht.
durch meine Wimpern seh ich den Raum.
Zwischen Zweigen tanzt das Licht,
wirft bewegte Schatten an die Wand.
Sommerglanz liegt still in mir,
nach den Stunden dieser Nacht.
Ich dreh mich noch nicht zu dir um
und weiß doch: du bist da.
Nie gedacht,
dass ich hier noch ankomme —
so tief, so weich,
mit einem Herz, das wieder glaubt.
Nie gedacht,
dass Nähe sich so richtig anfühlt.
Nie gedacht,
dass ein Blick so viel hält.
Nach all dem Warten, all dem Kreisen
bist du da —
und alles fällt an seinen Platz.
Ich strecke einen Fuß ins Warme,
hör deinen ruhigen Atem gehn.
Du drehst dich leise zu mir um,
als würdest du mich schon verstehn.
Kleider liegen auf dem Boden,
eine Hand auf meinem Rücken.
Was in mir längst erloschen war,
beginnt sich neu zu entzünden.
Nie gedacht,
nach all dem Stillsein in mir,
dass Vertrauen
wieder wachsen darf.
Nie gedacht,
dass Nähe sich so richtig anfühlt.
Nie gedacht,
dass Berührung nichts verlangt.
Ich war zufrieden mit dem Alleinsein —
und dann kommst du
und alles fängt neu an.
Ich hab gewartet, mich verborgen,
mein Licht zu lange weggesperrt.
Du sahst mich an, ganz ohne Eile,
hast mein Feuer still geweckt.
Wer hat dich mir geschickt?
Wer hat das so gemeint?
Vielleicht war es einfach Magie —
ich weiß es nicht.
Nie gedacht,
dass Nähe sich so richtig anfühlt.
Nie gedacht,
dass Liebe so ruhig sein kann.
Kein Lärm, kein Müssen, keine Angst —
nur du hier
und ein Morgen, der beginnt.
Sonnenlicht auf meiner Wand.
Ich öffne die Augen.
Du lächelst mich an.
Nie gedacht.
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Geschichte
Sterne im Kopf handelt von den kleinen, sternförmigen Zellen in unserem Gehirn: den Astrozyten. Sie unterstützen unser Gehirn nicht nur, sondern spielen auch eine aktive Rolle bei der Verarbeitung von Informationen. Das Bild eines Kopfes voller Sterne wurde für mich zu einer Metapher für alles, was sich darin bewegt: Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Angst, Wut, Trauer und Vorstellungskraft.
Denn was machen wir eigentlich mit all diesem Denken? Wir können uns damit in alten Geschichten und Überzeugungen gefangen halten – aber wir können dieselbe Fähigkeit auch nutzen, um neue Wege zu finden, anders hinzusehen und etwas wachsen zu lassen. Selbst im Dunkeln kann Licht entstehen. Nicht alles muss heute gelöst oder fertig sein. Manchmal beginnt etwas Neues mit einem einzigen Gedanken.
Denn was machen wir eigentlich mit all diesem Denken? Wir können uns damit in alten Geschichten und Überzeugungen gefangen halten – aber wir können dieselbe Fähigkeit auch nutzen, um neue Wege zu finden, anders hinzusehen und etwas wachsen zu lassen. Selbst im Dunkeln kann Licht entstehen. Nicht alles muss heute gelöst oder fertig sein. Manchmal beginnt etwas Neues mit einem einzigen Gedanken.
Songtext
Wenn dein Kopf mehr Wege kennt
als Sterne in der Milchstraßenzeit,
wer ist dann eigentlich göttlich
und wer gestaltet Wirklichkeit?
Und wenn man weiterdenkt, ganz frei,
ein wenig ins Blaue hinein —
wer formt am Ende deine Welt,
deine Nacht, dein Licht, dein Sein?
So geh ich denkend übers Feld
zu einer Kirche zwischen alten Eichen.
Die Stunden ziehen leise weiter,
und mein Gedanke hält nicht halt.
Wenn Himmel etwas Irdisches ist
und Hölle nur ein Wort —
dann bauen wir sie selbst hier unten
mit Sternen in unserem Kopf.
Die Stimme sagt: dort ist es besser,
du kannst das nicht, du bist zu klein.
Gespenster aus alten Tagen
ziehen in dein Denken ein.
Doch selbst im Dunkel
ist noch Licht zu finden.
In dir wohnt ein Universum,
das neue Wege kennt.
Wut zeigt dir deine Grenzen,
Angst warnt, wenn Gefahr dich nennt.
Trauer hilft dir loszulassen —
nichts davon ist umsonst geschenkt.
Manche fallen, brechen still,
verstummen unter dieser Welt.
Da hilft kein Satz von Schuld und Wahl,
wenn alles in dir auseinanderfällt.
Doch ich sah Unterschiede
in dem, was Menschen dann noch sehen —
wie sie nach dem Unfassbaren
weiter durch ihr Leben gehen.
Ich predige nicht, dass Schmerz vergeht
oder Angst einfach verschwindet.
Ich glaube nur, dass dein Inneres
immer wieder Licht findet.
Vielleicht nicht heute, nicht sofort,
doch irgendwo beginnt ein Keim —
zwischen all den Sternen
in deinem Kopf allein.
Kehr nach innen, in dein All,
flieg kurz auf einen fremden Stern.
Ruh dich aus, werd ruhig und stark,
kehr dann zurück — ein Stück entfernt.
Nähr dein Herz an deinem Feuer,
pflanz auch kleine Träume ein.
Was leise wächst, wird weiterleben —
nichts muss heute fertig sein.
Vertrau dem Werden.
Träume klein.
Nichts wächst in Eile.
Nicht einmal Licht.
als Sterne in der Milchstraßenzeit,
wer ist dann eigentlich göttlich
und wer gestaltet Wirklichkeit?
Und wenn man weiterdenkt, ganz frei,
ein wenig ins Blaue hinein —
wer formt am Ende deine Welt,
deine Nacht, dein Licht, dein Sein?
So geh ich denkend übers Feld
zu einer Kirche zwischen alten Eichen.
Die Stunden ziehen leise weiter,
und mein Gedanke hält nicht halt.
Wenn Himmel etwas Irdisches ist
und Hölle nur ein Wort —
dann bauen wir sie selbst hier unten
mit Sternen in unserem Kopf.
Die Stimme sagt: dort ist es besser,
du kannst das nicht, du bist zu klein.
Gespenster aus alten Tagen
ziehen in dein Denken ein.
Doch selbst im Dunkel
ist noch Licht zu finden.
In dir wohnt ein Universum,
das neue Wege kennt.
Wut zeigt dir deine Grenzen,
Angst warnt, wenn Gefahr dich nennt.
Trauer hilft dir loszulassen —
nichts davon ist umsonst geschenkt.
Manche fallen, brechen still,
verstummen unter dieser Welt.
Da hilft kein Satz von Schuld und Wahl,
wenn alles in dir auseinanderfällt.
Doch ich sah Unterschiede
in dem, was Menschen dann noch sehen —
wie sie nach dem Unfassbaren
weiter durch ihr Leben gehen.
Ich predige nicht, dass Schmerz vergeht
oder Angst einfach verschwindet.
Ich glaube nur, dass dein Inneres
immer wieder Licht findet.
Vielleicht nicht heute, nicht sofort,
doch irgendwo beginnt ein Keim —
zwischen all den Sternen
in deinem Kopf allein.
Kehr nach innen, in dein All,
flieg kurz auf einen fremden Stern.
Ruh dich aus, werd ruhig und stark,
kehr dann zurück — ein Stück entfernt.
Nähr dein Herz an deinem Feuer,
pflanz auch kleine Träume ein.
Was leise wächst, wird weiterleben —
nichts muss heute fertig sein.
Vertrau dem Werden.
Träume klein.
Nichts wächst in Eile.
Nicht einmal Licht.
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Geschichte
Was zum Teufel treibt Gott eigentlich? Während hier unten alles aus dem Ruder zu laufen scheint, fragt dieses Lied, ob da oben überhaupt noch jemand hinsieht. Sieht Gott den Staub, den Verlust, das Elend und die Menschen, die leiden, überhaupt noch?
Unter all diesen wütenden und manchmal fast absurden Fragen steckt jedoch eine andere: Wer sieht eigentlich noch wirklich hin? Wer erkennt den Schmerz in den Augen eines anderen Menschen? Vielleicht sehen wir Gott nicht mehr zurückblicken – aber wir können einander hier auf der Erde noch ansehen. Und vielleicht beginnt genau dort etwas wie Verantwortung, Trost und Menschlichkeit.
Unter all diesen wütenden und manchmal fast absurden Fragen steckt jedoch eine andere: Wer sieht eigentlich noch wirklich hin? Wer erkennt den Schmerz in den Augen eines anderen Menschen? Vielleicht sehen wir Gott nicht mehr zurückblicken – aber wir können einander hier auf der Erde noch ansehen. Und vielleicht beginnt genau dort etwas wie Verantwortung, Trost und Menschlichkeit.
Songtext
Wenn es dich gibt, da oben irgendwo,
dann hab ich Fragen, keine Theorie.
Ich bin nicht klein, nur ratlos manchmal,
versteh so vieles immer noch nicht.
Vielleicht muss man nicht alles wissen,
vielleicht reicht Fühlen schon.
Doch manches, was ich sehe hier,
ist kaum noch zu ertragen — komm schon.
Ich seh kein Mikroskop, ich seh als Mensch.
Ich hör die Störung auf der Leitung — ständig.
Gott, du führst Buch über Staub.
Über Reste, über Lärm, über Grau.
Gott, du führst Buch über Staub.
Sag mir nur:
Ist da jemand —
jemand zuhause?
Bist du Mensch? Oder nur Satellit,
hoch über uns, mit Überblick und Stil?
Trägst du vielleicht ’ne rosarote Brille
oder schaust du gar nicht — weil es zu viel ist?
Wenn du hier unten wirklich managst,
von deinem Tisch aus, groß und weit,
dann hab ich wohl ’ne andere Verdrahtung,
denn ich seh dich nicht — zu keiner Zeit.
Nicht die großen Katastrophen nur,
schon der Alltag macht mich müd.
Gott, du führst Buch über Staub.
Kaputte Träume, verriegelte Türen.
Gott, du führst Buch über Staub.
Zu wenig Schmetterlinge im Garten,
zu viel Verlust in Fluren.
Sag mir nur:
Ist da jemand —
jemand zuhause?
Es knirscht in allen Mühlen.
Alles stockt, alles hängt.
Was glänzt hier noch vor Lebenslust,
wer räumt noch auf, wer fängt uns auf,
wenn keiner mehr denkt?
Der Staub kriecht überall hinein:
in Schreie, Schläge, dunkle Gassen.
Zu wenig Licht, zu viel Blut.
Zu viel, um es so zu lassen.
Sag mal, Gott —
was machst du gerade?
Renovierst du dein Haus?
Kehrst du deinen Gehweg?
War die Therapie zu schwer,
kommst du nicht mehr an den Kern der Sache
und deshalb regnet es hier
Staub. Staub. Staub.
Gott, du führst Buch über Staub.
Ich mach hier unten kaum noch klar.
Ich brauch kein Zeichen, keinen Plan.
Nur Augen, die zurücksehn —
wenn ich dich anseh, ganz und gar.
Ich meine —
du hoffst doch auch,
dass jemand da ist, oder?
Dass da jemand zu Hause ist.
Dass, wenn du jemanden ansiehst
mit Verzweiflung oder Schmerz,
in diesen Augen
jemand zurückschaut.
Oder?
dann hab ich Fragen, keine Theorie.
Ich bin nicht klein, nur ratlos manchmal,
versteh so vieles immer noch nicht.
Vielleicht muss man nicht alles wissen,
vielleicht reicht Fühlen schon.
Doch manches, was ich sehe hier,
ist kaum noch zu ertragen — komm schon.
Ich seh kein Mikroskop, ich seh als Mensch.
Ich hör die Störung auf der Leitung — ständig.
Gott, du führst Buch über Staub.
Über Reste, über Lärm, über Grau.
Gott, du führst Buch über Staub.
Sag mir nur:
Ist da jemand —
jemand zuhause?
Bist du Mensch? Oder nur Satellit,
hoch über uns, mit Überblick und Stil?
Trägst du vielleicht ’ne rosarote Brille
oder schaust du gar nicht — weil es zu viel ist?
Wenn du hier unten wirklich managst,
von deinem Tisch aus, groß und weit,
dann hab ich wohl ’ne andere Verdrahtung,
denn ich seh dich nicht — zu keiner Zeit.
Nicht die großen Katastrophen nur,
schon der Alltag macht mich müd.
Gott, du führst Buch über Staub.
Kaputte Träume, verriegelte Türen.
Gott, du führst Buch über Staub.
Zu wenig Schmetterlinge im Garten,
zu viel Verlust in Fluren.
Sag mir nur:
Ist da jemand —
jemand zuhause?
Es knirscht in allen Mühlen.
Alles stockt, alles hängt.
Was glänzt hier noch vor Lebenslust,
wer räumt noch auf, wer fängt uns auf,
wenn keiner mehr denkt?
Der Staub kriecht überall hinein:
in Schreie, Schläge, dunkle Gassen.
Zu wenig Licht, zu viel Blut.
Zu viel, um es so zu lassen.
Sag mal, Gott —
was machst du gerade?
Renovierst du dein Haus?
Kehrst du deinen Gehweg?
War die Therapie zu schwer,
kommst du nicht mehr an den Kern der Sache
und deshalb regnet es hier
Staub. Staub. Staub.
Gott, du führst Buch über Staub.
Ich mach hier unten kaum noch klar.
Ich brauch kein Zeichen, keinen Plan.
Nur Augen, die zurücksehn —
wenn ich dich anseh, ganz und gar.
Ich meine —
du hoffst doch auch,
dass jemand da ist, oder?
Dass da jemand zu Hause ist.
Dass, wenn du jemanden ansiehst
mit Verzweiflung oder Schmerz,
in diesen Augen
jemand zurückschaut.
Oder?
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Geschichte
Kannst Du Das Tragen, Mann?! ist die deutsche Version von Can You Handle Her. Der Song handelt von einer Frau, die stark, frei und selbstbestimmt ist – genau so, wie man sagt, dass man sie haben möchte. Bis diese Stärke plötzlich auch die eigenen Grenzen herausfordert. Die einfache Frage lautet: Willst du wirklich, dass sie frei ist – oder nur, solange sie innerhalb deiner Grenzen bleibt?
Songtext
Du willst ’ne starke Frau an deiner Seite
Solang sie dich nicht spiegelt
Doch sobald sie bleibt, sobald sie steht
Wird dein Fundament instabil
Sie gehört sich selbst
Nicht deinem Plan
Und genau hier fängt’s an
Zeig mir, wer du bist – Mann
Sie fragt nicht, ob sie darf
Sie geht einfach los
Und jetzt sag mir:
Bist du bereit – oder bloß groß?
Kannst du das tragen, wenn sie frei ist
Wenn sie bleibt und nicht fällt
Kannst du sie halten, ohne sie zu halten
Ohne Angst, ohne Zelt?
Sie braucht keinen, der sie lenkt
Keinen, der sie formt
Sie sucht keinen Mittelpunkt
Sie sucht einen Ort
Wenn sie liebt, dann offen
Nicht leise, nicht klein
Doch wer Stärke nur will
Will eigentlich allein sein
Hier geht’s nicht um Macht
Hier geht’s um Stand
Neben ihr zu stehen
Braucht mehr als Verstand
Kannst du das tragen – Mann?
Wenn sie größer wird, nicht zahmer dann
Sie wird nicht kleiner für dein Ich
Also sag mir:
Hältst du das aus – oder nicht?
Wenn sie sich sicher fühlt
Wird sie weit, nicht fern
Freiheit ist kein Risiko
Sie ist Nähe – gelernt
Kannst du das tragen – Mann?
Nicht besitzen, nicht bannen
Nur bleiben, wenn sie bleibt
Sag mir ehrlich:
Kannst du das tragen – Mann?
Solang sie dich nicht spiegelt
Doch sobald sie bleibt, sobald sie steht
Wird dein Fundament instabil
Sie gehört sich selbst
Nicht deinem Plan
Und genau hier fängt’s an
Zeig mir, wer du bist – Mann
Sie fragt nicht, ob sie darf
Sie geht einfach los
Und jetzt sag mir:
Bist du bereit – oder bloß groß?
Kannst du das tragen, wenn sie frei ist
Wenn sie bleibt und nicht fällt
Kannst du sie halten, ohne sie zu halten
Ohne Angst, ohne Zelt?
Sie braucht keinen, der sie lenkt
Keinen, der sie formt
Sie sucht keinen Mittelpunkt
Sie sucht einen Ort
Wenn sie liebt, dann offen
Nicht leise, nicht klein
Doch wer Stärke nur will
Will eigentlich allein sein
Hier geht’s nicht um Macht
Hier geht’s um Stand
Neben ihr zu stehen
Braucht mehr als Verstand
Kannst du das tragen – Mann?
Wenn sie größer wird, nicht zahmer dann
Sie wird nicht kleiner für dein Ich
Also sag mir:
Hältst du das aus – oder nicht?
Wenn sie sich sicher fühlt
Wird sie weit, nicht fern
Freiheit ist kein Risiko
Sie ist Nähe – gelernt
Kannst du das tragen – Mann?
Nicht besitzen, nicht bannen
Nur bleiben, wenn sie bleibt
Sag mir ehrlich:
Kannst du das tragen – Mann?
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Geschichte
Dieses Lied handelt vom Geben, vom Raumlassen und davon, für jemanden weiter im Fluss zu bleiben, der selbst nicht wirklich auf dich zukommt. Du kannst Wasser geben, Raum schaffen und sogar deinen eigenen Boden zur Verfügung stellen – aber du kannst nicht für zwei Menschen leben. Irgendwann erkennst du, dass Warten und immer mehr Geben euch nicht näher zusammenbringen. Dann bleibt nur noch eines: jetzt zu leben – nicht später.
Songtext
Wenn du willst, trag ich es für dich
Wenn du greifst, geb ich es dir
Ohne alles zu zerdenken
Was nicht da ist, schaff ich hier
Ich leg es hin in offene Hände
Wo du landen kannst bei mir
Ich bau keine Dämme für dein Schweigen
Ich lass den Strom einfach sein
Doch ohne Ufer, ohne Richtung
Bleib ich so in Bewegung allein
Ich steh hier am Rand von dem, was wachsen kann
Ich geb Raum für alles, was kommt und vergeht
Um dich blühen zu lassen, geb ich dir mein Wasser
Wir leben jetzt, mein Lieb —
nicht später
Wenn du gehst, geh ich ein Stück mit
Oder knapp an dir vorbei
Ich berühr dich in dem Schweigen
Als wärst du nicht ganz dabei
Ich sag weniger, als ich meine
Und mehr, als du halten kannst
Da löst sich etwas zwischen meinen Worten
Und ich verlier mich irgendwo darin
Ich bau keine Dämme für dein Schweigen
Ich lass den Strom einfach sein
Doch ohne Ufer, ohne Richtung
Bleib ich so in Bewegung allein
Ich steh hier am Rand von dem, was wachsen kann
Ich geb Raum für alles, was kommt und vergeht
Wie lang kann ich noch Atem geben
Für etwas, das nie den Funken trägt
Hier findet nichts mehr Boden
Ich trag deine Steine — und es nagt
Ich hab es offen gehalten für dein Herz
Doch nichts hat jemals mich erreicht
Und irgendwo im Warten dazwischen
Hat sich der Boden unter mir verschoben
Langsam geh ich aus dem Verlangen
Wie lang willst du noch nach klarem Wasser dürsten
Verdammt, Lieb
Ich
Wir leben jetzt —
nicht später
Wenn du greifst, geb ich es dir
Ohne alles zu zerdenken
Was nicht da ist, schaff ich hier
Ich leg es hin in offene Hände
Wo du landen kannst bei mir
Ich bau keine Dämme für dein Schweigen
Ich lass den Strom einfach sein
Doch ohne Ufer, ohne Richtung
Bleib ich so in Bewegung allein
Ich steh hier am Rand von dem, was wachsen kann
Ich geb Raum für alles, was kommt und vergeht
Um dich blühen zu lassen, geb ich dir mein Wasser
Wir leben jetzt, mein Lieb —
nicht später
Wenn du gehst, geh ich ein Stück mit
Oder knapp an dir vorbei
Ich berühr dich in dem Schweigen
Als wärst du nicht ganz dabei
Ich sag weniger, als ich meine
Und mehr, als du halten kannst
Da löst sich etwas zwischen meinen Worten
Und ich verlier mich irgendwo darin
Ich bau keine Dämme für dein Schweigen
Ich lass den Strom einfach sein
Doch ohne Ufer, ohne Richtung
Bleib ich so in Bewegung allein
Ich steh hier am Rand von dem, was wachsen kann
Ich geb Raum für alles, was kommt und vergeht
Wie lang kann ich noch Atem geben
Für etwas, das nie den Funken trägt
Hier findet nichts mehr Boden
Ich trag deine Steine — und es nagt
Ich hab es offen gehalten für dein Herz
Doch nichts hat jemals mich erreicht
Und irgendwo im Warten dazwischen
Hat sich der Boden unter mir verschoben
Langsam geh ich aus dem Verlangen
Wie lang willst du noch nach klarem Wasser dürsten
Verdammt, Lieb
Ich
Wir leben jetzt —
nicht später
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Geschichte
Alles in Butter wirft einen ironischen Blick auf all die gut gemeinten Floskeln, Sprüche und Lebensweisheiten, mit denen man uns am Ende doch nur abspeist. Ich muss nicht hören, dass mich das Leid stärker macht. Lieber ein Blick, eine Hand, die mich tröstet, oder jemand, der wirklich sehen will, was gerade ist – statt sich hinter Kalendersprüchen zu verstecken.
Songtext
Heute drehte ich fast durch,
mein Kopf stand schon in Flammen,
der Dampf kam aus den Ohren —
ich bin es so verdammt leid.
Am Bahnhof stürzt ein Mann die Treppe hinab —
„Was dich nicht umbringt, macht dich stärker …“
Er liegt da völlig offen,
wo nimmt man so was her?
Diese Sprüche an den Wänden,
diese kalten Marmorbilder —
„Lebensweisheit … nur fürs Schaufenster.“
Ich versteh’ nur Bahnhof heute,
was soll ich damit tun?
Während wir alte Kamellen wärmen,
brennt hier und jetzt die Welt.
Halt mich fest — gib mir einen Kuss,
denn ich fall’ aus allen Wolken
bei all dem, was ich hör’.
Oder lass mich lieber schreien,
gegen Mauern, gegen Stein —
ich bleib nicht brav auf dem Teppich heut’.
Lieber steh’ ich barfuß im Gras —
ah, hör auf mit diesem Kram —
hör einfach meine Wahrheit an.
Kein Fliesenspruch — kein „wird schon gehen“,
keine Wand voll leerer Worte mehr.
Sieh, wo ich steh’ — sieh, wer ich bin,
bleib bei mir — und halt mich fest.
Ich brauche keinen Spruch aus Stein,
ich brauche dich —
und echtes Sein.
„Das Leben ist kein Ponyhof“ —
nee, echt? Sag bloß.
Ich steh’ seit Stunden hier im Stau,
und kein Pferd weit und breit.
„Schwamm drüber …“
Ja klar — während dein Chef dich häutet?
Den würd’ ich lieber ganz mit Schwamm bedecken!
„Mach’ mal reinen Tisch“ —
doch ich bin viel zu krank zum Putzen.
Alles andere als in Butter hier.
Und diese Gurus überall —
Podcast, Radio, Instagram —
„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei …“
Ja — und jeder Stock zum Zuschlagen auch.
Und beide Enden tun weh.
„Jeder Sturz lehrt uns das Fliegen“ —
hast du je ’nen Mensch mit Flügeln gesehen?
Hör auf damit — das hilft mir nicht.
Sag mir einfach, was wahr ist.
Kein Fliesenspruch — kein „wird schon gehen“,
kein Lächeln aus Beton für mich.
Hör mir zu — steh hier bei mir,
bleib bei mir — und halt mich fest.
Ich brauch kein Mantra, kein Papier,
ich brauche dich —
und jetzt — und hier.
Hör mich an.
Nicht drüber reden —
nicht drum herum.
Ich steh’ hier — mitten in der Stadt,
mit Herz und Haut und Mut.
Ich will nicht stark sein — nur echt,
nicht höher, schneller, klüger —
nur gesehen.
Kein Fliesenspruch — kein leeres Wort,
kein Trost aus Stein, der nichts mehr trägt.
Bleib bei mir — halt mich fest,
bis der Lärm im Kopf vergeht.
Ich brauch kein Schild an jeder Wand —
ich brauch ein Herz —
und deine Hand.
mein Kopf stand schon in Flammen,
der Dampf kam aus den Ohren —
ich bin es so verdammt leid.
Am Bahnhof stürzt ein Mann die Treppe hinab —
„Was dich nicht umbringt, macht dich stärker …“
Er liegt da völlig offen,
wo nimmt man so was her?
Diese Sprüche an den Wänden,
diese kalten Marmorbilder —
„Lebensweisheit … nur fürs Schaufenster.“
Ich versteh’ nur Bahnhof heute,
was soll ich damit tun?
Während wir alte Kamellen wärmen,
brennt hier und jetzt die Welt.
Halt mich fest — gib mir einen Kuss,
denn ich fall’ aus allen Wolken
bei all dem, was ich hör’.
Oder lass mich lieber schreien,
gegen Mauern, gegen Stein —
ich bleib nicht brav auf dem Teppich heut’.
Lieber steh’ ich barfuß im Gras —
ah, hör auf mit diesem Kram —
hör einfach meine Wahrheit an.
Kein Fliesenspruch — kein „wird schon gehen“,
keine Wand voll leerer Worte mehr.
Sieh, wo ich steh’ — sieh, wer ich bin,
bleib bei mir — und halt mich fest.
Ich brauche keinen Spruch aus Stein,
ich brauche dich —
und echtes Sein.
„Das Leben ist kein Ponyhof“ —
nee, echt? Sag bloß.
Ich steh’ seit Stunden hier im Stau,
und kein Pferd weit und breit.
„Schwamm drüber …“
Ja klar — während dein Chef dich häutet?
Den würd’ ich lieber ganz mit Schwamm bedecken!
„Mach’ mal reinen Tisch“ —
doch ich bin viel zu krank zum Putzen.
Alles andere als in Butter hier.
Und diese Gurus überall —
Podcast, Radio, Instagram —
„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei …“
Ja — und jeder Stock zum Zuschlagen auch.
Und beide Enden tun weh.
„Jeder Sturz lehrt uns das Fliegen“ —
hast du je ’nen Mensch mit Flügeln gesehen?
Hör auf damit — das hilft mir nicht.
Sag mir einfach, was wahr ist.
Kein Fliesenspruch — kein „wird schon gehen“,
kein Lächeln aus Beton für mich.
Hör mir zu — steh hier bei mir,
bleib bei mir — und halt mich fest.
Ich brauch kein Mantra, kein Papier,
ich brauche dich —
und jetzt — und hier.
Hör mich an.
Nicht drüber reden —
nicht drum herum.
Ich steh’ hier — mitten in der Stadt,
mit Herz und Haut und Mut.
Ich will nicht stark sein — nur echt,
nicht höher, schneller, klüger —
nur gesehen.
Kein Fliesenspruch — kein leeres Wort,
kein Trost aus Stein, der nichts mehr trägt.
Bleib bei mir — halt mich fest,
bis der Lärm im Kopf vergeht.
Ich brauch kein Schild an jeder Wand —
ich brauch ein Herz —
und deine Hand.
●Spotify
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Geschichte
Der Titel „Bedienungsfehler“ bezeichnet wörtlich einen Fehler bei der Bedienung eines Geräts. Die Frau im Lied macht daraus bewusst eine Metapher: Sie ist kein romantisches Rätsel, das man entschlüsseln muss, sondern ein System mit Bedienungsanleitung. Die Männer glauben, sie müssten sie bedienen, durchschauen oder „richtig einstellen“ – und wenn das nicht funktioniert, muss ihrer Meinung nach mit ihr etwas nicht stimmen. Doch sie dreht die Logik um: Das Gerät ist nicht kaputt – ihr drückt einfach die falschen Knöpfe. Ihr blondes Aussehen, ihre Attraktivität und sogar ihre kleine Stupsnase werden von anderen wie eine vermeintliche Gebrauchsanweisung gelesen, als könne man daraus automatisch ableiten, was sie will und fühlt. Der eigentliche Bedienungsfehler liegt also bei demjenigen, der glaubt, bereits zu wissen, wie sie funktioniert.
Songtext
Willkommen.
Das ist keine Liebe.
Das ist ein System.
Ich fühl, was ich fühl – oder eben nicht
Vielleicht heißt es Liebe, vielleicht nur Pflicht
Ich nehm, was ich krieg, geb nichts zurück
Nennt mich kalt, nennt mich falsch, nennt es Glück
Ein Kaffee wird Hoffnung, ein Blick ein Vertrag
Ich wollte nur reden, ihr hattet den Plan
Nichts versprochen, nur hier existiert
Doch ihr habt euch längst mehr imaginiert
Ihr wollt Bedeutung, ich will Kontrolle
Ihr sucht nach Tiefe, ich spiel meine Rolle
Ich bin blond, ich bin dumm – ruft ihr im Chor
Doch ich kenn eure Codes längst auswendig vor
Drück nicht falsch, lies genau, was hier steht
Ich bin kein Gefühl – ich bin das Gerät
Ich bin blond, ich bin dumm – schreit es mir zu
Doch ich lauf auf Strom, nicht auf Herz und „Du“
Willst du Nähe, dann check erst den Sinn
Bedienungsfehler – nicht mein Gewinn
Ihr verwechselt Begehren mit Wahrheit und Wert
Nennt es Romantik, wenn euch jemand begehrt
Ihr wollt alles fühlen, nichts reflektieren
Und fragt euch dann laut, warum wir verlieren
Ich sammel Blicke wie Münzen im Glas
Geb sie nur aus, wenn ich Lust darauf hab
Geschenke sind Tausch, Nähe ein Spiel
Gefühle ein Extra – nicht Teil vom Deal
Ihr nennt mich leer, hört mir nicht zu
Vielleicht seid ihr voll – nur nicht mit euch selbst genug
Ich bin blond, ich bin dumm – ruft ihr im Chor
Doch ich kenn eure Codes längst auswendig vor
Drück nicht falsch, lies genau, was hier steht
Ich bin kein Gefühl – ich bin das Gerät
Ich seh mich im Spiegel
Und das reicht
Ihr sucht ein Wir
Ich bleib bereit
Kein Drama
Kein Mythos
Kein falsches Licht
Ich funktionier
Oder eben nicht
Ich bin blond, ich bin dumm – schreit es hinaus
Doch ich spiel dieses Spiel besser als ihr es je raus
Kein Herzvertrag, kein falsches Versprechen
Bedienungsfehler – nicht zu berechnen
Kein Defekt.
Kein Skandal.
Nur kein Produkt
für eure Moral.
Das ist keine Liebe.
Das ist ein System.
Ich fühl, was ich fühl – oder eben nicht
Vielleicht heißt es Liebe, vielleicht nur Pflicht
Ich nehm, was ich krieg, geb nichts zurück
Nennt mich kalt, nennt mich falsch, nennt es Glück
Ein Kaffee wird Hoffnung, ein Blick ein Vertrag
Ich wollte nur reden, ihr hattet den Plan
Nichts versprochen, nur hier existiert
Doch ihr habt euch längst mehr imaginiert
Ihr wollt Bedeutung, ich will Kontrolle
Ihr sucht nach Tiefe, ich spiel meine Rolle
Ich bin blond, ich bin dumm – ruft ihr im Chor
Doch ich kenn eure Codes längst auswendig vor
Drück nicht falsch, lies genau, was hier steht
Ich bin kein Gefühl – ich bin das Gerät
Ich bin blond, ich bin dumm – schreit es mir zu
Doch ich lauf auf Strom, nicht auf Herz und „Du“
Willst du Nähe, dann check erst den Sinn
Bedienungsfehler – nicht mein Gewinn
Ihr verwechselt Begehren mit Wahrheit und Wert
Nennt es Romantik, wenn euch jemand begehrt
Ihr wollt alles fühlen, nichts reflektieren
Und fragt euch dann laut, warum wir verlieren
Ich sammel Blicke wie Münzen im Glas
Geb sie nur aus, wenn ich Lust darauf hab
Geschenke sind Tausch, Nähe ein Spiel
Gefühle ein Extra – nicht Teil vom Deal
Ihr nennt mich leer, hört mir nicht zu
Vielleicht seid ihr voll – nur nicht mit euch selbst genug
Ich bin blond, ich bin dumm – ruft ihr im Chor
Doch ich kenn eure Codes längst auswendig vor
Drück nicht falsch, lies genau, was hier steht
Ich bin kein Gefühl – ich bin das Gerät
Ich seh mich im Spiegel
Und das reicht
Ihr sucht ein Wir
Ich bleib bereit
Kein Drama
Kein Mythos
Kein falsches Licht
Ich funktionier
Oder eben nicht
Ich bin blond, ich bin dumm – schreit es hinaus
Doch ich spiel dieses Spiel besser als ihr es je raus
Kein Herzvertrag, kein falsches Versprechen
Bedienungsfehler – nicht zu berechnen
Kein Defekt.
Kein Skandal.
Nur kein Produkt
für eure Moral.
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Geschichte
„Blitz im Wasser“ entstand nach einem Vormittag, an dem ich mit einem Mann durch den Vondelpark ging, der am großen Teich mit den Fischen spielte. Ich glaube, er hieß Giacomo. Sein Äußeres konnte abschreckend wirken, doch er war freundlich und erzählte bruchstückhaft von einem Zirkus, einer Geliebten und Verwirrungen im Spiegelzelt. Manchmal verflog seine Heiterkeit ganz plötzlich, nur um wenig später wiederzukehren. Schließlich begann er, „Ne me quitte pas“ zu singen – ebenfalls nur in Fragmenten. Ich habe versucht, etwas von dieser ungewöhnlichen Begegnung, seiner Geschichte und ihrer zerbrechlichen Schönheit in diesem Lied festzuhalten.
Songtext
Auf Bänken im Park sehen sie den Brunnen,
Regenbogen tanzen, Karpfen streifen sanft ihre Flossen.
Goldene Flossen berühren sich,
verborgen im Wasser, gefangen im Licht.
Ich lausche dem Wasser und frage leise:
Wer seid ihr? Wer lebt hier?
Blasen steigen, morsen,
sagte Giacomo, lachend, frei und klar.
Giacomo, geboren in Pisa, gestrickte Mütze,
tiefe Hose, sammelt Zweige, singt für sich.
Er erzählt von zwei Brüdern, einst Zirkusfamilie,
verwalteten das Spiegelzelt, verloren manchmal die Namen.
Ein Drama geschah, geheimnisvoll,
Mila ging fort, Giacomo schwieg,
sein Bruder heiratete sie danach,
und doch bleibt alles wie ein Regenbogen im Wasser.
Unter der Stille, unter der Stadt
lebt ein Rausch, ein heimliches Spiel.
Alles fließt, alles tanzt,
die Zeit verschwimmt, die Schatten glühen.
Blitz im Wasser
Ich schreibe nur über dich
Über Bäche, Brunnen, Licht.
Blitz im Wasser
Ich schreibe nur über dich
Über Bäche, Brunnen, Licht.
Blitz im Wasser
Die Welt lebt in deinem Wasser
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Ihr Dirigiert die Karpfen, Hände im Takt,
Flossen spritzen, der Regenbogen erwacht.
Straßengesichter, braun, rau, doch hell,
ein Lächeln bricht schnell durch die Schatten.
Seine Stimme schweigt, doch alles klingt,
die Karpfen musizieren, die Stadt singt.
Ohne Spiegel, ohne Ruh,
nur Wasser, nur Licht,
die Natur spricht, Blasen steigen,
die Stadt hört zu, und ich lausche mit.
Blitz im Wasser
Ich schreibe nur über dich
Über Bäche, Brunnen, Licht.
Blitz im Wasser
Ich schreibe nur über dich
Über Bäche, Brunnen, Licht.
Blitz im Wasser
Die Welt lebt in deinem Wasser
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Die Karpfen steigen, blub,
und alles fließt, und alles lebt.
Regenbogen tanzen, Karpfen streifen sanft ihre Flossen.
Goldene Flossen berühren sich,
verborgen im Wasser, gefangen im Licht.
Ich lausche dem Wasser und frage leise:
Wer seid ihr? Wer lebt hier?
Blasen steigen, morsen,
sagte Giacomo, lachend, frei und klar.
Giacomo, geboren in Pisa, gestrickte Mütze,
tiefe Hose, sammelt Zweige, singt für sich.
Er erzählt von zwei Brüdern, einst Zirkusfamilie,
verwalteten das Spiegelzelt, verloren manchmal die Namen.
Ein Drama geschah, geheimnisvoll,
Mila ging fort, Giacomo schwieg,
sein Bruder heiratete sie danach,
und doch bleibt alles wie ein Regenbogen im Wasser.
Unter der Stille, unter der Stadt
lebt ein Rausch, ein heimliches Spiel.
Alles fließt, alles tanzt,
die Zeit verschwimmt, die Schatten glühen.
Blitz im Wasser
Ich schreibe nur über dich
Über Bäche, Brunnen, Licht.
Blitz im Wasser
Ich schreibe nur über dich
Über Bäche, Brunnen, Licht.
Blitz im Wasser
Die Welt lebt in deinem Wasser
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Ihr Dirigiert die Karpfen, Hände im Takt,
Flossen spritzen, der Regenbogen erwacht.
Straßengesichter, braun, rau, doch hell,
ein Lächeln bricht schnell durch die Schatten.
Seine Stimme schweigt, doch alles klingt,
die Karpfen musizieren, die Stadt singt.
Ohne Spiegel, ohne Ruh,
nur Wasser, nur Licht,
die Natur spricht, Blasen steigen,
die Stadt hört zu, und ich lausche mit.
Blitz im Wasser
Ich schreibe nur über dich
Über Bäche, Brunnen, Licht.
Blitz im Wasser
Ich schreibe nur über dich
Über Bäche, Brunnen, Licht.
Blitz im Wasser
Die Welt lebt in deinem Wasser
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Giacomo tanzt, die Flossen singen
Die Karpfen steigen, blub,
und alles fließt, und alles lebt.
●Spotify
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JETZT LÄUFT—
0:000:00
BEGLEITTEXT
